Vergleiche Reise-Geldkarten in Österreich. Live-Angebote von verfolgten Anbietern — täglich aus der Giraffy-Datenbank aktualisiert.
Was sind Reisezahlungsmittelkarten in Österreich?
Mit Reisezahlungsmittelkarten können Österreicher im Ausland bezahlen, ohne die schlechten Wechselkurse und Gebühren herkömmlicher Bankkarten in Kauf nehmen zu müssen. Es gibt sie als Prepaid-Karten für verschiedene Währungen, die man im Voraus auflädt, oder als Debit- und App-basierte Karten von Digitalbanken, die zum Interbankenkurs mit niedrigen oder gar keinen Gebühren für Auslandstransaktionen funktionieren. Ziel ist es, auf Reisen Aufschläge auf den Wechselkurs, Gebühren für Bargeldabhebungen und versteckte Kosten durch dynamische Währungsumrechnungen zu vermeiden.
Wie der österreichische Markt funktioniert
Digitale Banken und Fintechs bieten Karten an, die zum oder nahe am Devisenmittelkurs umrechnen und oft bis zu einem monatlichen Limit kostenlos sind. Einige traditionelle Banken bieten zudem Prepaid-Reisekarten mit mehreren Währungen an. Da Österreich zur Eurozone gehört, sind diese Karten vor allem für Reisen außerhalb der Eurozone relevant. Die Karten werden per App verwaltet und bieten sofortigen Währungsumtausch, Ausgabenkontrolle und die Möglichkeit, die Karte bei Verlust zu sperren. Da alltägliche Ausgaben innerhalb der Eurozone mit einem Euro-Konto keine Umrechnungskosten verursachen, liegt der Nutzen dieser Karten vor allem in Reisen nach Großbritannien, in die USA, die Schweiz, nach Asien und in andere Nicht-Euro-Länder. Kontaktloses Bezahlen und Zahlungen per Mobile Wallet sind in Österreich nahezu flächendeckend üblich. Daher kombinieren die meisten Reisenden eine gebührenarme Karte mit Apple Pay oder Google Pay und führen nur wenig Bargeld für die wenigen Orte im Ausland mit sich, an denen ausschließlich Bargeld akzeptiert wird.
Vorteile
Bessere Devisenkurse – zahlen Sie zum oder nahe dem Interbankenkurs anstatt zum überhöhten Kurs der Bank.
Gebührenkontrolle – niedrige oder keine Gebühren für Auslandstransaktionen und begrenzte gebührenfreie Abhebungen an Geldautomaten.
Budgetierung und Sicherheit – einen festgelegten Betrag aufladen, Ausgaben in der App verfolgen und im Verlustfall sofort sperren.
Multiwährungshaltung – mit Prepaid-Karten können Sie sich Wechselkurse sichern, indem Sie Währungen im Voraus aufladen.
Wie man auswählt
Wählen Sie die Karte passend zu Ihren Reisezielen: Eine Prepaid-Karte für mehrere Währungen eignet sich für alle, die sich Wechselkurse sichern möchten, während eine digitale Debitkarte mit niedrigen Gebühren flexible Ausgaben ermöglicht. Achten Sie auf den Währungsaufschlag, das gebührenfreie Abhebungslimit am Geldautomaten und eventuelle monatliche Ausgabenobergrenzen für kostenlose Währungsumrechnungen sowie auf Kartenausstellungs- oder Aufladegebühren. Beachten Sie mögliche Wochenendzuschläge für Währungsumrechnungen bei manchen Karten und lehnen Sie die dynamische Währungsumrechnung immer ab, um in der Landeswährung zu bezahlen. Es ist oft ratsam, zwei Karten von verschiedenen Anbietern und aus unterschiedlichen Netzwerken mitzuführen, falls eine Karte im Ausland abgelehnt wird. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Karte gebührenfreie Geldautomatennutzung im Zielland ermöglicht, da die Gebühren für Bargeldabhebungen die Einsparungen bei Kartenzahlungen schnell übersteigen können, wenn Sie häufig mit Bargeld bezahlen.
Führende Anbieter in Österreich
Digitale und Direktbanken wie N26, ING, DKB und Comdirect bieten gebührenarme Karten für Auslandszahlungen an, während Fintechs wie Curve und Caxton sowie Anbieter wie easybank und BAWAG PSK reiseorientierte oder Prepaid-Karten anbieten. Sie konkurrieren über Wechselkursaufschläge, gebührenfreie Limits und App-Funktionen. Die beste Wahl hängt davon ab, wie oft und wohin Sie außerhalb der Eurozone reisen.
Was es kostet
Manche Karten sind bis zu einem monatlichen Limit kostenlos nutzbar, während für Prepaid-Reisekarten eine Ausstellungs- oder Aufladegebühr von etwa 16,90 € anfallen kann. Weitere Kosten können Wechselkursaufschläge, Gebühren für Bargeldabhebungen über dem Freibetrag hinaus sowie Inaktivitäts- oder Aufladegebühren sein. Die günstigste Option hängt von Ihrem Ausgabeverhalten und Ihren Reisezielen ab.
Schutzmaßnahmen und Regulierung
Kartenherausgeber und E-Geld-Anbieter werden von der FMA oder einer EU-Aufsichtsbehörde gemäß PSD2 beaufsichtigt. Kundengelder sind geschützt und eine starke Kundenauthentifizierung ist erforderlich. Bankkarten können von einem Einlagenschutz für verknüpfte Guthaben profitieren, während Prepaid-E-Geld zwar geschützt, aber nicht einlagengesichert ist. Für Kartentransaktionen gelten die Rückbuchungsrechte des jeweiligen Netzwerks und der Betrugsschutz.
Häufig gestellte Fragen
Benötige ich eine Karte innerhalb der Eurozone? Nicht unbedingt; diese Karten sind hauptsächlich außerhalb der Eurozone nützlich. Prepaid oder Debitkarte? Prepaid-Karten bieten feste Wechselkurse; Debitkarten mit niedrigen Gebühren bieten Flexibilität. Was ist dynamische Währungsumrechnung? Eine teure Option, um im Ausland in Euro zu bezahlen; wählen Sie immer die Landeswährung. Sind meine Gelder geschützt? Bankguthaben sind unter Umständen einlagengesichert; Prepaid-E-Geld ist geschützt.
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